Projekt Beschreibung

• Wettbewerb 2007
• 1. Preis

Konzept: Die Baufelder am Georg Wichtermann Platz 6/8 und 15/17 unterscheiden sich trotz unmittelbarer Nachbarschaft erheblich in ihrer stadträumlichen Bedeutung. Das Gebäude 6/8 ist in einen kompakten Baubestand integriert und schließt den Georg Wichtermann Platz mit viergeschossiger Bebauung mir Satteldachgeschossen nach Norden ab. Das Gebäude 15/17 liegt durch seine exponierte Lage nach Norden in wichtigen Sichtachsen und ist mit teilweise sechsgeschossiger Umgebungsbebauung und unterschiedlichen Dachformen umgeben. Beide Gebäude sind prägend für den Übergang vom Rossmarkt zum Kernbereich der Innenstadt und sollen deshalb trotz der unterschiedlichen Gestaltungsansätze als Einheit wirken.

Gebäude 6/8: Die Viergeschossigkeit mit Satteldach zum Georg Wichtermann Platz bindet das neue Geschäfts-/Büro-/Wohnhaus in die vorhandene Bebauung ein. Die unterschiedlichen Funktionen sind über das Maß und Gestalt der Fensteröffnungen ablesbar, nehmen damit Ordnungsprinzipien der Platzbebauung auf und interpretieren dies in zeitgemäßer Form. Mit der einheitlichen Verkleidung von Fassade und Dach (z.B. helle Faserzementplatten) löst sich der Baukörper von oben nach unten, von privat zu öffentlich auf. Das Dach leitet zu der niedrigeren Bebauung der Apostelgasse über, die sich als Wohnbebauung auch gestalterisch wesentlich zurücknimmt und an dem Gebäudebestand orientiert.

Gebäude 15/17: Das Geschäfts-/Bürogebäude entwickelt sich in einer Staffelung von Süd nach Nord von der Vierstöckigkeit im Anschluss an die vorhandene Bebauung bis zur Sechsstöckigkeit im Durchgang vom Rossmarkt. Die unterschiedlichen Niveaus der Flachdächer und die entsprechende Lage der Fassadenebenen stellen einen proportionierten Übergang bis zur inszenierenden Nordfassade dar. Von hier aus wirkt das Gebäude durch den Rhythmus der Glasflächen in Richtung Rossmarkt und Georg Wichtermann Platz und repräsentiert sich als selbstbewusstes Geschäftshaus. Die zunehmend geschlossenere Fassade nach Süden bezieht sich auf die auf die Ordnung der Lochfassaden zum Georg Wichtermann Platz und zur hohen Brückengasse.

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