Projekt Beschreibung

• Wettbewerb 2008
• 1.Preis
• HU-Bau 2010
• Weitere Planung ab 2013
• Baukosten: 3,5 Mio. Euro

Die Idee des Entwurfes ist es, den Anbau des Jüdischen Museums in der freien Nische des historischen Stadtgrundrisses der Königsstrasse so zu platzieren, dass der Rhythmus des Ensembles weitergeführt und die Signifikanz des Neubaus im Stadtraum erlebbar wird.  In Proportion und Volumen an die umgebenden Gebäuden angelehnt, zeigt  sich der monolithische Museumsbau als autonomer Raumkörper – scheinbar wie ein Innenraum, der sich mit seinen schlichten Wänden nach außen stülpt und den es zu entdecken gilt.

Strukturell sind Alt – und Neubau durch einen kleinen Innenhof voneinander getrennt und in Dimension und Architektursprache klar ablesbar. Beide Gebäude bilden jedoch einen räumlichen Kontext und damit die Umsetzung der Intention des Museums. Labyrinthische Kleinteiligkeit und Enge im Bestand führt zur Weite und zu großzügigen Raumfolgen im Erweiterungsgebäude mit unterschiedlichen Aus – und Durchblicken in den Stadtraum.

Die architektonische Form entsteht primär aus der innenräumlichen Organisation. Im Wechselspiel von Verbindung Alt – Neu und von Fluchten sowie Kanten im städtebaulichen Kontext werden die Verknüpfung der Gebäude und die Öffnung zur Stadt mit hohem ästhetischen Anspruch gefunden.

An zentraler Stelle im Erdgeschoss zwischen Alt – und Neubau liegt der Eingang zum Museum und führt, entlang des Innenhofes, in den zweigeschossigen Foyerbereich mit Kasse und Museumsshop. Von dort taucht man über eine gerade Treppe in die Sonderausstellung  im Untergeschoss.

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